Zum Clubabend März durften die Mitglieder des DBWC gleich zwei Ehrengäste und Referenten begrüßen.
Clubabend März mit Monika Schindler und Ulf Schneider
Zum Clubabend März durften die Mitglieder des DBWC gleich zwei Ehrengäste und Referenten begrüßen.
Eine kleine Gruppe von Clubvertretern, die sich die letzte Winterunterhaltung nicht entgehen lassen wollte, ging am 26.02.2017 in den Museumskomplex „Dudutki“, um den Pfannkuchentag zu feiern. Der Museumskomplex „Dudutki“ ist die wohl bekannteste ethnographische Museumslandschaft in Belarus. Der auf Privatinitiative gegründete und betriebene Komplex bietet seinen Besuchern nicht nur ständige Attraktionen und Ausstellungen, sondern veranstaltet auch regelmäßig thematische Events, die sich an alten Bräuchen und dem Alltagsleben im Mittelalter orientieren. Zu diesen Veranstaltungen gehören das sommerliche Ritterfest „Unser Grunwald“ und die Winterabschiedsfeier „Fasching“.
Die letzten Tage des Jahres mit dem letzten Schnee und Eis auf den Straßen erwiesen sich als sehr günstig, um den Winter zu verabschieden. Außerdem scheint „Dudutki“ ein recht beliebter Ort unter den Minskern zu sein – die Veranstaltung hat viele Besucher in den Komplex gelockt.
Dass die Anlage auf jeden Fall einen Besuch wert ist, davon konnten wir uns bei der 2,5-stündigen Führung durch die Werkstätten und andere Attraktionen der Anlage überzeugen. Während der Führung erfuhren die Besucher viel Interessantes über den Alltag unserer Vorfahren aus der vorindustriellen Vergangenheit und konnten ihre täglichen Sorgen nachempfinden. Nicht zuletzt konnten sie die Schmiede, Töpferei oder Weberei mit eigenen Augen sehen und selbst Hand anlegen bei der Herstellung von Alltagsgegenständen. Diese Objekte mit einem Teil der eigenen eingeschlossenen Arbeit (ein sehr relevantes Thema für Weißrussland) konnten dann als Erinnerungsstück mitgenommen werden. Die kurzweilige Führung wurde durch Verkostungen von Naturprodukten – Brot, Butter, Käse, Sauerkraut, Schmalz und Mondschein – geschmückt, die diesem etwas anderen Museumsbesuch eine besondere Atmosphäre verliehen.
Die kurze Fahrt mit der Pferdekutsche zeigte uns alle Vorteile der modernen Verkehrsmittel, besonders im Winter.
Es endete mit einem traditionellen Reigen um die angezündete Stroh-Pfannkuchen-Tag-Figur.
Einziger Wermutstropfen war, wie so oft bei öffentlichen Veranstaltungen in Weißrussland, die eher träge Bedienung im Komplex – die Besucher mussten schon viel Geduld aufbringen, um etwas Essbares und Trinkbares zu ergattern. Aber am Ende haben wir diese Schwierigkeit überwunden, und die Qualität des Grills hat uns für das vorherige Warten belohnt.
Mit diesen angenehmen Wintereindrücken im Gepäck beschlossen wir, im Sommer noch einmal nach Dudutki zurückzukehren, am besten zum Ritterfest, und am besten in Gesellschaft zahlreicher Clubmitglieder.
Der Veranstaltungskalender 2017 wurde mit dem Clubabend Januar am 11.01.17 eröffnet.
Am 16. November dieses Jahres führten der Deutsch-Belarussische Wirtschaftsclub und die Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft gemeinsam den „9. Tag der Deutschen Wirtschaft“ in Belarus durch. Damit setzten die beiden Organisatoren die 2007 begonnene Tradition dieses Leuchtturmevents erfolgreich fort. Ebenfalls traditionell übernahm die Deutsche Botschaft die Schirmherrschaft über die Veranstaltung.
Der 9. TDW fand in den Räumlichkeiten unseres Clubmitglieds, der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ statt und widmete sich dem aktuellen und kontrovers diskutierten Thema „Fachkräfte in Belarus – Stand, Potential, Zusammenarbeit“. Nach einer kurzen Eröffnung durch die Veranstalter richteten der Deutsche Botschafter in Belarus, seine Exzellenz Herr Peter Dettmar und der erste Stellvertretende Bildungsminister des Landes, Herr Vadim Bogusch Grußworte an die Teilnehmer, in denen sie durch wichtige Hinweise und Anregungen das Feld für die kommenden Paneldiskussionen bereiteten. Anschließend stellte Herr Wolfgang Hombrecher, Oberamtsrat des BMWi das Managerfortbildungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vor. Ein Programm, welches ein nachahmenswertes Beispiel internationaler Kooperation im Bereich der Managerfortbildung darstellt und am 23.11.2016 sein zehnjähriges Jubiläum in Belarus begehen wird. In dieser Zeit haben über 400 belarussische Manager die Fortbildung durchlaufen.
In den anschließenden Paneldiskussionen haben deutsche und belarussische Experten aus staatlichen Gremien und privaten Bildungsorganisationen beider Länder, zusammen mit Vertretern der Wirtschaft, darunter vielen Clubmitgliedern des DBWC, die heute bestehenden Vorteile von Ausbildungsstand und Verfügbarkeit von Fachkräften in Belarus ebenso thematisiert, wie auch die Herausforderungen in Form sich verschiebender technologischer Grenzen im Bereich der MINT-Berufe und des zu erwartenden steigenden Bedarfs in den Bereichen Management und Marketing. Ebenso wurden die bereits bestehenden Kooperationsprogramme zwischen den beiden Ländern besprochen, wie das äußerst erfolgreiche DAAD-Programm in Belarus, die Arbeit des Geothe-Instituts in Minsk, sowie das EU-Projekt MOST. Die Diskussionen waren von erfrischender Offenheit und konstruktiver Direktheit geprägt und lieferten interessante Erkenntnisse und Ansätze für nachfolgende Vertiefung.
Einen ersten, direkten Erfolg verbuchte der 9. TDW bereits vor Abschluss der Fachveranstaltung mit der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens zwischen unserem geschätzten Clubmitglied, der Schneider Group und der Freien Wirtschaftszone Vitebsk.
Im Anschluss an die Unterzeichnung erfolgte der Ausklang in geselliger Runde beim Abendempfang im Restaurant Westfalia. Bei informellen Gesprächen konnte die interdisziplinäre Gesellschaft an Teilnehmern nicht nur die Ergebnisse der Paneldiskussionen besprechen, sondern auch wertvolle Kontakte über fachliche Grenzen hinweg knüpfen und vertiefen.