Internationale Konferenz „PPP im Vergleich: Deutschland und Belarus – Analyse und Empfehlungen“

Am 27. September 2017 fand in Minsk in den Räumlichkeiten des „Präsident Hotels“ die internationale Konferenz „PPP im Vergleich: Deutschland und Belarus – Analyse und Empfehlungen“ statt.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Deutsch-Belarussischen Wirtschaftsclub, der Kanzlei „Arzinger & Partners“, sowie der Nationalen Agentur für Investitionen und Privatisierung organisiert. Sie fand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft statt und genoss darüber hinaus die Unterstützung zahlreicher namhafter Partner, wie der Delegation der EU in Belarus, des Generalpartners AHK Belarus, des Partners SCHNEIDER GROUP und des Medienpartners OWC-Verlag.

Die Konferenz verfolgte hierbei mehrere Ziele: Zuallererst sollte dem Thema PPP, das sowohl für die Entwicklung der belarussischen Wirtschaft im Allgemeinen, als auch für die Intensivierung der deutsch-belarussischen Beziehungen große Bedeutung entwickeln kann, größere Aufmerksamkeit geschenkt, das Thema in der interessierten Öffentlichkeit stärker verbreitet werden. Es sollte die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch geschaffen werden – sowohl mit deutschen Experten für eine Best Practice-Studie deutscher PPP-Modelle, als auch zwischen den Entscheidern und der privaten Wirtschaft, also den potentiellen Investoren hier im Lande. Durch diese Analyse- und Austauschprozesse sollten Synergien gehoben, Interesse geweckt und neue Anlässe für die wirtschaftliche Zusammenarbeit gefunden werden. Und nicht zuletzt soll auf Basis der Erkenntnisse im Rahmen der Konferenz ein White Paper erarbeitet werden, mit Vorschlägen zur weiteren Optimierung des PPP-Umfelds in Belarus.

Zu diesem Zweck wurden als Referenten anerkannte deutsche und belarussische Experten eingeladen, die über breite Erfahrung sowohl in der Forschung zur Thematik und der Entwicklung der Rechtsgrundlagen, als auch bei der Erarbeitung und Realisierung konkreter Projekte verfügen. Die Themen wurden in drei Panels unterteilt detailliert behandelt. Das genaue Programm finden Sie hier.

Gemäß ihrem Auftrag richtete sich die Konferenz an Entscheider aus Politik und Wirtschaft aus beiden Ländern – an Vertreter der belarussischen und deutschen Verwaltungsorgane, Ministerien und Behörden, an deutsche und belarussische Firmen, an Thinktanks und Wissenschaftler aus beiden Ländern, die die Konzeptionelle Forschung in diesem Bereich weitertreiben, und selbstredend auch an die Öffentlichkeit in Belarus.

Mit mehr als 150 Teilnehmern, war die Veranstaltung sehr gut besucht. Im Anschluss gab es lobende Worte und Dank, sowohl von den Panelisten, als auch von den Teilnehmern. Der Erfolg der Veranstaltung bestärkt uns als DBWC darin, uns auch weiterhin durch das Knüpfen und Ermöglichen von Kontakten für die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern zu werben.

Zum Reiterhof nach Buzewitschi

Der Sommer in diesem Jahr beglückte uns nicht gerade mit gutem Wetter, aber einen der letzten Schönwetter-Tage im September konnte der Club noch nutzen, um einen Tagesausflug zum Reiterhof in Buzewitschi zu organisieren. Erfreulicherweise erklärten über 20 Teilnehmer, Clubmitglieder mit ihren Angehörigen, bei dieser Freizeitaktivität mitmachen zu wollen, und so fuhr unsere Truppe am Samstag, den 16. September, gemeinsam los.

Der Hof mit einem Pferdestall und zugehörigen Attraktionen liegt ca. 30 km nördlich von Minsk und ist somit in weniger als einer Stunde zu erreichen. Gleich an der Einfahrt von einem reitenden Cowboy empfangen und zu Pferdemanege geführt, konnten sich alle Teilnehmer – unter Anleitung eines fachkundigen Trainers, versteht sich – als Reiter versuchen. Die Mitarbeiter des Hofs kümmerten sich professionell um Klein und Groß, so dass alle viel Spaß beim Pferdeaufsitzen, Schrittführen und sogar beim leichten Trab haben konnten. Die eigenen Reitversuche waren sicherlich ein Highlight unseres Programms, aber nicht der einzige Gute-Laune-Faktor an diesem Tag. Das ca. vierstündige Programm beinhaltete noch eine Reihe anderer Aktivitäten, wie Schießübungen mit Luftdruckgewehren, Bogenschießen, Hufeisenwerfen, Musik- und Tanzeinlagen, und natürlich einen Besuch im Pferdestall. Der Pferdehalter und Reitlehrer Alexander erzählte bei dem Gang zwischen den Pferdeboxen Unterhaltsames und Interessantes aus dem Pferdeleben und dem Alltag der vierbeinigen Schützlinge. Die Pferdefütterung mit mitgebrachten Möhren und Zwieback bildete den Abschluss der Führung und trug nicht nur bei unseren kleinen Teilnehmer zu positiver Stimmung und guter Laune bei. Auch um das leibliche Wohl der Besucher wurde gesorgt: die Hofwirte boten Grillbraten und einzigartigen Kräutertee auf, so dass wir uns gestärkt auf den Weg nach Hause machen konnten.

Dieser kleine Ausflug aus der Stadt in die Natur machte allen sichtlichen Spaß und brachte angenehme Erlebnisse und emotionale Erholung mit sich. Da während der Rückfahrt mehrfach der Wunsch nach mehr solcher Aktivitäten geäußert wurde, will der Club sein Angebot um ähnliche Veranstaltungen nach Möglichkeiten weiter entwickeln.

Clubabend September mit Herrn Oleg Kravchenko, dem Stellvertretenden Minister der Republik Belarus

Beim Clubabend September hatten wir die Ehre den Stellvertretenden Außenminister der Republik Belarus, Herrn Oleg Kravchenko als Referent und Ehrengast bei uns begrüßen zu dürfen. Herr Kravchenko setzte damit diese inzwischen langjährige und wichtige Tradition fort…

Der DBWC auf der Kartbahn

Die deutsche Wirtschaft in Belarus nimmt Fahrt auf – und zwar diesmal auch im wortwörtlichen Sinne. Am 6. August 2017 veranstaltete der Club ein Kartingrennen für seine Mitglieder.

Die Veranstaltung fand auf der Kartbahn in Kartland statt und dauerte etwas länger als eine Stunde. Insgesamt sechs tapfere Piloten, unterstützt von Freunden und Familie lieferten sich dabei drei heiße Rennen auf einer zweistöckigen Strecke. Dabei schufen gesunder Ehrgeiz und freundschaftliches Miteinander eine stets fröhliche Stimmung.

Herr Korzovnik von unserem Clubmitglied BonHotel setzte in zwei der drei Läufe Bestmarken und sicherte sich damit den ersten, inoffiziellen Karting-Titel des DBWC. Doch die Herausforderer sinnen auf Revanche im Rahmen weiterer Rennen.

Wie es auf der Strecke zuging, können sie am besten in unserer Galerie sehen.

Clubabend Juli mit Dr. Alexander Knuth, Experten des German Economic Team Belarus (GET Belarus)

Bereits seit 2010 entwickelt das German Economic Team in Kooperation mit belarussischen und ausländischen Experten den „Belarusian Macroeconomic Forecast“ – ein jährlich herausgegebenes Papier, das eine schlüssige Analyse des aktuellen Status Quo der belarussischen Wirtschaft liefert und zugleich eine Prognose der Entwicklung über die nächsten zwölf Monate wagt. Die Analysen des GET haben sich in den letzten Jahren immer wieder als qualitativ hochwertige und verlässliche Informationsquellen erwiesen. Seit 2014 haben die Clubmitglieder die Möglichkeit, die Erkenntnisse des neuesten „Forecasts“ bei einer Präsentation im Rahmen eines Clubabends vorab und exklusiv zu erhalten – eine Zusammenarbeit mit unserem Partner GET, auf die wir zurecht stolz sind. Auch dieses Jahr wurde diese schöne Tradition fortgesetzt mit dem Auftritt von Dr. Alexander Knuth, dem für Belarus zuständigen Experten des German Economic Team.

Dr. Knuth eröffnete seinen Vortrag mit einer makrowirtschaftlichen Analyse. Er ging hierbei auf die positiven Signale beim Wirtschaftswachstum und insbesondere in einigen Sektoren, wie beim produzierenden Gewerbe ein, machte jedoch auch deutlich, dass dieser Trend noch nicht als nachhaltig zu betrachten ist. Trotz der positiven BIP-Entwicklung im ersten Halbjahr bleibt GET bei seiner Prognose eines BIP-Rückgangs auf Gesamtjahressicht.

Die weitere Eindämmung der Inflation wurde positiv erwähnt, die Arbeit der Nationalbank in diesem Zusammenhang lobend hervorgehoben. Dr. Knuth ging auch auf die sinkenden Reallöhne und die damit verbundenen Spiraleffekte für die Wirtschaft ein, konstatierte aber, dass diese Entwicklung im Einklang mit der allgemeinen schwierigen Lage der Wirtschaft im Lande steht.

Der Vortrag fand einen versöhnlichen Abschluss mit Blick auf 2018, wo das German Economic Team, im Einklang mit anderen Experten wieder positives Wachstum in Belarus erwartet – vor allem auf Basis einer sich erholenden binnenwirtschaft, steigender Nachfrage aus dem Hautabnehmerländern und steigender Weltmarktpreise im Rohstoffsektor.

Traditionell ging der Clubabend nach dem Vortrag in einen Abendempfang über, bei dem Clubmitglieder und Ehrengast die Diskussion im informellen Rahmen fortführen konnten.

Clubabend Juni mit Andrey Pavlyshko, Managing Director von Colliers International in Belarus, und Artem Zhdankov, Projektmanager von Tvoja Stolica

Wir hatten die Freude, zum Clubabend Juni zwei Experten des belarussischen Immobilienmarktes bei uns begrüßen zu dürfen. Den Anfang machte Herr Andrey Pavlyschko. Als Partner und Managing Director vertrat er Colliers International, einen der ältesten ausländischen Immobilienmakler im Lande. Im Rahmen seiner Präsentation lieferte er eine kurze Zeitreise durch die Entwicklung des gewerblichen Immobilienmarktes in Belarus in den letzten 10 Jahren und zeigte noch einmal die immensen Entwicklungen auf, die selbiger in dieser Zeit durchlaufen hat. Weiterhin zeichnete er ein Bild der aktuellen Lage auf dem Immobilienmarkt in Minsk. Im Anschluss sprach Herr Artem Zhdankov, Projektmanager der Firma „Tvoja Stoliza„, des größten Maklers im Minsker Gebiet über den aktuellen Status Quo, die Preisentwicklung und Auslastungsstatistik, sowohl auf dem gewerblichen, als auch auf dem privaten Immobilienmarkt.

Beide Vorträge ergänzten sich und lieferten ein vollständiges und lebendiges Bild der aktuellen Lage. Die Referenten teilten mit den Teilnehmern auch Ihr spezielles Wissen über Preise, Trends und Markterwartungen, unterstrichen existierende Schwierigkeiten und wiesen auf mögliche Chancen hin. In den darauffolgenden Gesprächen konnten die Mitglieder ihre konkrete Wünsche und Ideen mit unseren Referenten besprechen – dadurch kam schon während des Clubabends der eine oder andere Geschäftstermin zustande.

Wir freuten uns weiterhin Lars Schmid, Fachlektor für Wirtschaft des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Belarussische Staatliche Wirtschaftsuniversität, Wladimir Turawin, Vorsitzenden, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes des Gebiets Witebsk, Aleksandr Bunis, Managing Partner des Unternehmens OBK, Semen Antipov, Finanzdirektor des Unternehmens OBK, Alexander Truhanenko, Direktor des Reisebüros „Kobsar“,

Inna Strelnikowa, Imageberaterin, als Gäste bei uns begrüßen zu dürfen.

Roundtable-Veranstaltung zum Thema „Startups in Deutschland und Belarus: Potenziale und Trends“

18.05.2017 Der Deutsch-Belarussische Wirtschaftsclub organisierte für seine Mitglieder eine Round-Table-Veranstaltung zum Thema „Startups in Deutschland und Belarus: Potenziale und Trends“. Die Veranstaltung fand im Konferenzsaal des Clubmitglieds Johannes Rau International Education Center in Minsk statt. Die Round-Table-Sitzung wurde durch Präsentationen der eingeladenen Experten aus Deutschland und Weißrussland eröffnet, gefolgt von einer lebhaften Diskussion zwischen den Referenten und den Clubmitgliedern.

Der informative Teil des Treffens begann mit einer Präsentation von Herrn Denis Friedrich, einem Vertreter der Innovestment GmbH, über die Entwicklung der Startup-Bewegung in Deutschland (die Präsentation ist im Bereich für Clubmitglieder verfügbar). Das Berliner Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Finanzierungen für innovative Projekte und Startups und versorgt Startups mit den nötigen finanziellen und technischen Mitteln über Crowdfunding, Crowdfunding und Venture Capital. Mehr als 2000 berücksichtigte Anträge und rund 40 erfolgreich finanzierte Projekte zeugen von der großen Erfahrung des Unternehmens.

Es folgten Reden von belarussischen Experten, die in Fachkreisen weithin bekannt sind und die erste Instanz in allem sind, was die Start-up-Branche betrifft – Sergey Naidovich, Generaldirektor des Small Business Incubator UAB „MAP CJSC“ und Rima Yepur, Generaldirektorin des Jugend-Sozialdienstes KUP. Beide Inkubatoren gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Strukturen in diesem Bereich in Weißrussland und repräsentieren zwei Säulen des Systems der Business-Inkubatoren: private Organisationen (CJSC „MAP CJSC“) und staatliche Organisationen (PMC „Youth Social Service“). Kaum eine andere Struktur in Weißrussland kann sich mit Experten rühmen, die mehr Erfahrung und Wissen über die Besonderheiten dieses Bereichs haben als unsere Kollegen vom Runden Tisch.

Während in Deutschland günstige Bedingungen für die Entstehung und Weiterentwicklung von Start-ups dazu führen, dass eine bedeutende Anzahl von neuen Unternehmen, vor allem im IT-Bereich und unter den Forschungs-Spin-offs, entsteht, werden junge Unternehmen in Belarus nicht systematisch unterstützt. Der Hauptunterschied zwischen beiden Ländern in der Frage der Startup-Unterstützung besteht darin, dass der deutsche Ansatz die Schaffung eines breiten Spektrums von Bedingungen für die Entstehung vielversprechender Ideen und deren weitere Umsetzung impliziert, während Weißrussland versucht, die Stimulierung von Problembereichen mit Hilfe von materiellen, finanziellen und technischen Ressourcen zu lokalisieren. Zu diesem Ergebnis kamen wir während des Roundtables zu Start-ups in Deutschland und Belarus.

Die Bereitschaft unserer Gäste, ihr Wissen mit den Clubmitgliedern und unseren Partnern von GET Belarus zu teilen und die Probleme offen zu diskutieren, war der Schlüssel zu einer informativen und interessanten Veranstaltung, die ein sehr spezielles und nicht triviales Thema behandelte.

Der Vorstand und die Vertreter des Clubs erhielten viel positives Feedback und wurden ermutigt, das Round-Table-Format für weitere Fachveranstaltungen intensiver zu nutzen.

Clubabend Mai mit Dr. Wladimir Augustinski und Julia Burayeva

„Interessantenweise schätzen die Leiter deutscher Unternehmen in Belarus die allgemeine wirtschaftliche Lage des Landes als angespannt bis sehr schwierig ein, sehen aber für ihr eigenes Unternehmen durchaus Perspektiven“. Das war eine der nicht selbstverständlichen Erkenntnisse aus der Umfrage unseres Mitglieds und Partners, der Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Belarus (RDW), unter den deutschen Unternehmen zum Geschäftsklima in Belarus. Diese Umfrage, genannt Geschäftsklimaindex und bereits zum sechsten Mal durchgeführt, beinhaltet eine ganze Reihe von Fragestellungen mikro- und makroökonomischer Natur und liefert ein vielschichtiges Bild der Wahrnehmung von wirtschaftlichen Faktoren seitens der deutschen Unternehmen.

Die Vorstellung der Umfrageergebnisse im Rahmen eines Clubabends durch den Leiter der RDW, Dr. Wladimir Augustinski ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden, die zur Freude der Clubmitglieder auch in diesem Jahr ihre Fortsetzung gefunden hat. Die Resonanz seitens der Mitglieder war gewohnt hoch; im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine dynamische und interessante Diskussion zwischen dem Vortragenden und den Clubmitgliedern – viele von ihnen in ihrer Funktion als Leiter eines deutschen Unternehmens vor Ort selbst Teilnehmer der Umfrage. Dabei wurden einzelne Aspekte, wie z.B. die Bewertung der Mitarbeiterqualifikation, aber auch die des Arbeitsrechts noch einmal tiefgehender analysiert.

Den Vortrag zum Geschäftsklimaindex rundete Dr. Augustinski mit einer Vorstellung der aktuellen und geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten der RDW in diesem Jahr ab.

Anschließend informierte die Direktorin des Informationszentrums der Deutschen Wirtschaft IOOO Julia Burayeva in einem Vortrag über das Servicespektrum des Informationszentrums der Deutschen Wirtschaft IOOO. Dieser verlängerte Arm des DIHK-Netzwerks bietet Leistungen für bereits im Lande tätige oder einen Einstieg erwägende deutsche Unternehmen – von der Informationsbeschaffung bis zur Projektbegleitung – so dass es sicherlich auch hier Synergien und Möglichkeiten zur Kooperation mit einzelnen Clubmitgliedern geben wird. Mitglieder finden die vollständigen Präsentationen beider Vortragenden zum Nachlesen hier.

Den Abschluss des Abends bildeten wie gewohnt interessante und offene Gespräche zwischen den Clubmitgliedern und unseren Ehrengästen, bei denen sowohl die Vortragsthemen, als auch aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zur Sprache kamen.

Eingebettet in diese Gespräche war ein sehr schöner und bezeichnender Augenblick. Im Zuge der immer enger werdenden Kooperation mit unserem Partner, der Freien Wirtschaftszone „Minsk“ (FWZ Minsk) war der Leiter der FWZ, Herr Alexander Akhremtschik bei uns zu Gast. Während des Abends erhielt er das Wort, bedankte sich ganz herzlich für die Zusammenarbeit, sowie die Unterstützung seitens des DBWC und überreichte dem Leiter der Repräsentanz des Clubs, Herrn Eugen Gudi, eine Dankesurkunde. Diese verstehen wir als Zeichen der Anerkennung und dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und werden ihr sicherlich einen Ehrenplatz zuweisen.

Exkursion nach BELAZ

Laut einer Umfrage, die Anfang des Jahres durchgeführt wurde, gehören Exkursionen zu Industrieunternehmen zu den beliebtesten Aktivitäten für unsere Mitglieder. Als Reaktion auf diese Wünsche hat der Klub beschlossen, in diesem Jahr einen größeren Schwerpunkt auf Industrieexkursionen zu legen und für die Mitglieder den Besuch berühmter belarussischer Unternehmen sowie der Produktionsstätten unserer Mitglieder zu organisieren.

Die Saison der Industrieexkursionen in unserem Klub wurde mit dem Besuch des Belarussischen Automobilwerks in Zhodino am 29. April eröffnet. Während dieser Exkursion konnte jedes Mitglied einen Blick auf die Schwermaschinenproduktion mit eigenen Augen werfen und den Stolz der belarussischen Autoindustrie sehen – den im Guinness-Buch der Rekorde eingetragenen größten Muldenkipper der Welt BelAZ – 75710 mit einer Nennkapazität von 450 Tonnen.

Um 1,5 Stunden für die Besichtigung einzuhalten, ist es notwendig, sich auf dem Territorium des Werkes, wo mehr als 9000 Menschen arbeiten, mit Verkehrsmitteln, in unserem Fall – mit dem Bus, zu bewegen. Dies ermöglicht es Ihnen, in kurzer Zeit eine Vorstellung von der Größe der Werksstadt zu bekommen, sowie sich mit aktuellen und historischen Errungenschaften von BelAZ vertraut zu machen.

Den stärksten Eindruck hinterlässt natürlich der Ausstellungsbereich des Werkes, in dem Muster der vom Werk produzierten Fahrzeuge mit der Tragfähigkeit von 30 bis 450 Tonnen präsentiert werden. Der Stand bietet einen hervorragenden Hintergrund für beeindruckende Fotos, sowohl neben den riesigen Maschinen, als auch auf den Maschinen selbst, was sich unsere Teilnehmer nicht nehmen ließen. Sie können auch einen Blick in die Versuchswerkstatt für die Montage von extra schweren Muldenkippern werfen und ein weiteres Exemplar des BelAZ-75710 sehen, allerdings in unfertigem Zustand.

Neben der Hauptattraktion des Werks – den riesigen Maschinen selbst – beinhaltete der Exkursionsplan auch eine Teeparty mit speziellem lokalem Gebäck in Form eines BelAZ-Muldenkippers sowie einen Besuch des Werksmuseums, wo wir die Geschichte des Werks kennenlernten, ein Video über die Arbeit von BelAZ-LKWs in Steinbrüchen sahen und die Ausrüstung des Werks sowie Geschenke aus aller Welt bewundern konnten. Am Ende der Exkursion konnten die Teilnehmer einen Wunsch äußern, indem sie einen Schlüssel eines riesigen BelAZ-Muldenkippers in den Händen hielten – laut der Werkslegende werden die Wünsche, die „auf dem Schlüssel“ geäußert werden, mit Sicherheit in Erfüllung gehen. Und ein Mini-BelAZ als Souvenir, den jeder bekam, wird eine sichtbare Erinnerung an diesen Ausflug sein.

Wir hoffen, dass unser Ausflug ins BelAZ-Werk sowohl den kleinen als auch den großen Teilnehmern gefallen hat und alle auf die nächsten Veranstaltungen einstimmt, denn ein weiterer Besuch im Industriewerk ist bereits geplant!

Clubabend April mit Dr. Pavel Daneyko, u.A. Mitbegründer und Direktor von IPM Research

„Belarus hat mehr Kleinunternehmer pro 1000 Einwohner, als die EU.“ Und: „Die Entstehung von hidden champions ist nur möglich gewesen, weil es bei uns keine Privatisierung gegeben hat.“ Zwei Aussagen unseres Referenten und Ehrengastes, Dr. Pavel Danejko, die für sich allein stehend und auf den ersten Blick allem widersprechen, was man über die belarussische Wirtschaft zu wissen glaubt.

Warum diese Sätze aber auf beeindruckende Art und Weise einen wahren Kern treffen, und wie Sie den Blick auf die Entwicklungen in Belarus und den aktuellen Status Quo aus einem anderen Winkel schärfen – das und noch viel mehr erfuhren die Clubmitglieder im Rahmen des Vortrags unseres Experten, gespickt mit erfrischenden und erfreulich direkten Aussagen. Dr. Danejko ging dabei nicht nur auf die makroökonomischen Entwicklungen ein, sondern verstärkt auch auf Entwicklungsgeschichte, Stärken, Schwächen, Strategien und Problemstellungen des privaten Sektors, insbesondere der KMUs in Belarus. Dabei zeichnete er ein stellenweise überraschendes, jedoch immer generisches Bild. Im Anschluss daran entwickelte sich eine spannende und kontroverse Fragerunde, in der diese Themen weiter ausdifferenziert wurden, so dass der Auftritt unseres Ehrengastes zu einer echten Bereicherung wurde. Die Präsentation unseres Gastes ist für Clubmitglieder im Mitgliederbereich zugänglich.

Vor dem Vortrag – dem Hauptteil des Clubabends – ging ein besonderer Dank an unser Clubmitglied, Office Solutions und den Geschäftsführer der Firma Office Solutions Aleksandr Schalajko für die Übergabe zweier topmoderner, ergonomischer Stühle an die Repräsentanz des Clubs. Diese Geste ist für Vorstand und Repräsentanz Lob und Anerkennung für geleistete, sowie Ansporn für zukünftige Arbeit zugleich.

Einen Teil dieses Vertrauensbekenntnisses will der Club bereits in diesem Monat mit einem beispiellos breiten Veranstaltungsangebot zurückzahlen. So haben die Clubmitglieder die Auswahl zwischen insgesamt fünf Veranstaltungen im April.

Den Abschluss des Abends bildeten traditionell Gespräche in geselliger und vertrauter Runde an den Tischen beim Abendbuffet.