Von der Dezentralisierung in die Zentralisierung. Von der Blockchain zu der Cloud.
Clubabend April im Datacenter von Velcom
Von der Dezentralisierung in die Zentralisierung. Von der Blockchain zu der Cloud.
Als Vertreter der Wirtschaft sind sich der Deutsch-Weißrussische Wirtschaftsklub und seine Mitglieder ihrer gesellschaftlichen und öffentlichen Verantwortung bewusst. Diese Position ist ein Teil unserer Identität. Dank der aktiven Unterstützung von Wohltätigkeitsprojekten versuchen wir, unsere Verpflichtungen vor der Gesellschaft nicht nur im Rahmen der Tätigkeit unserer Firmen, sondern auch auf eigene Initiative zu erfüllen.
Sie findet ihren Ausdruck in der langfristigen Zusammenarbeit des Deutsch-Belarussischen Clubs mit karitativen Einrichtungen, wie z.B. den SOS-Kinderdörfern, sowie in einmaligen Spenden zur Unterstützung verschiedener Sozial- und Bildungsprojekte, Waisenhäuser und Einrichtungen für behinderte Menschen im Land.
Die Mittel dafür stammen in der Regel aus dem Erlös der traditionellen Neujahrsball-Tombola und aus dem Clubbudget und gehören zu 100% unseren Clubmitgliedern.
Besonders bemerkenswert war ein Projekt, in dessen Rahmen der Deutsch-Weißrussische Wirtschaftsklub die Evangelisch-Lutherische Kirche in Grodno beim Kauf einer mechanischen Orgel tatkräftig unterstützt hat. Viele Mitglieder unseres Clubs, unseres Partners „Economic Club Russia“ und anderer Partnerorganisationen des Clubs in Weißrussland und Deutschland nahmen an dem Projekt teil. Im Laufe von 3 Jahren, während der Projektdauer, wurde in Deutschland ein Gerät von geeigneter Größe, Ausführung und Preis gefunden, seine Demontage und der Transport aus Frankfurt am Main, sowie seine Montage und Einstellung in Grodno organisiert.
Thema „Blockchain: Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten in der Wirtschaft“ gerade wenige Minuten zuvor zu Ende gegangen.
An unserem Clubabend am 7. März konnten wir nicht nur viele Clubmitglieder begrüßen, sondern auch eine erfreulich hohe Anzahl von Gästen. Unter anderem freuten wir uns, mit Michail Sargsyan, dem Direktor von Zeppelin Belarus und Rifat Cicek, Area Manager CIS Kühne&Nagel Vertreter großer deutscher und in Belarus präsenter Firmen bei uns begrüßen zu können.
Das große Interesse an dem Abend lag sicherlich auch an seinem Thema. Der Clubabend März stand ganz unter dem Zeichen der aktuellen technologischen und gesellschaftlichen Trends: das Thema des Abends bildeten die digitalen Entwicklungen in der Wirtschaft – Blockchain-Technologie und Kryptowährungen, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen in Belarus, insbesondere das präsidiale Dekret № 8, das diese Entwicklungen unterstützen und befördern soll.
Als Einführung in die Thematik legte Hovsep Voskanyan, Leiter der Repräsentanz der Commerzbank und Vorstandsvorsitzender des Clubs, Grundzüge der Blockchain-Technologie und Kryptowährungen dar, mit besonderem Akzent auf die Konsequenzen dieser technologischen Entwicklungen für den Finanzsektor.
Der Hauptbeitrag des Abends kam jedoch von Veronika Pavlovskaya, Rechtsanwältin bei unserem Clubmitglied Arzinger&Partners. Sie lieferte einen Überblick über die aktuellen Möglichkeiten und erwarteten Trends im IT-Business, sowie im Bereich der Wirtschaftsdigitalisierung in Belarus: von dem High-Tech-Park und dem Industriepark „Great Stone“, über das aktuelle Dekret № 8, bis hin zum aktuellen Stand der Gesetzgebung mit Blick auf die praktische Nutzung von Kryptowährungen, Tokens und ICOs hierzulande. Die Präsentation fand Anklang und Interesse, was sich in zahlreichen Fragen nach der Präsentation niederschlug. Die Ausführungen zeigten große Möglichkeiten auf, wiesen aber auch auf aber viele Baustellen und Unzulänglichkeiten hin, die es sowohl im technologischen, als auch – und vor allem – im rechtlichen Bereich immer noch gibt. Es zeigte sich, dass der Rahmen eines Clubabends für eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema kaum genügt. Umso mehr freuen wir uns auf den kommenden Workshop zum Thema Blockchain, bei dem unser Gastredner Andrey Lankin von Wargaming den Clubmitgliedern weitere Einblicke in diesen neuen Technologiezweig geben kann.
Am 31.01.2018 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des DBWC e.V. zum Jahr 2017 statt. Die Leitung der Versammlung übernahm der Vorstandsvorsitzende Hovsep Voskanyan. Gemäß Satzung des Clubs wurde die Veranstaltung mit der Vorstellung der Ergebnisse für das vergangene Jahr eröffnet. Im Anschluss wurden Vorstand und Kassenprüfer durch die Mitgliederversammlung entlastet.
Die Mitgliederversammlung beschloss die Erhöhung der Anzahl der Vorstandsmitglieder auf sechs. Eine Vorstandswahl stand dieses Jahr nicht an, so dass die vakante Stelle bei der nächsten Vorstandssitzung per Kooptierung besetzt werden wird. Die nächste Vorstandswahl steht turnußmäßig bei der Mitgliederversammlung im Februar 2019 bevor. Frau Karin Kaschtscheeva und Herr Claus Jacobi wurden als Kassenprüfer wiedergewählt.
Anschließend wurden gemäß den Vorschlägen des Vorstands Aufgaben und Pläne des Clubs für das begonnene Jahr 2018 vorgestellt und besprochen. Mehrere Grundsatzentscheidungen – unter anderem zur Erhöhung des Mitgliedsbeitrags, zur Durchführung des X. Tages der Deutschen Wirschaft, sowie die Übernahme der jährlichen, turnußmäßigen Konferenz der deutschen Wirtschaftsclubs aus den MOE-Staaten – wurden per Abstimmung gefällt. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass neue Fachveranstaltungsformat neben den Clubabenden in Form von Workshops und Fachseminaren, das bereits 2017 eingeführt worden ist, auszubauen und verstärkt einzusetzen.
Alles in allem dauerte die Mitgliederversammlung ca. zweieinhalb Stunden und legte ein solides Fundament für die Arbeit des Clubs im Jahre 2018. Die ersten Ergebnisse der gefällten Entscheidungen werden bereits in den kommenden Wochen zu sehen sein.
Der Veranstaltungskalender 2018 wurde mit dem Clubabend Januar am 10.01.18 eröffnet. Traditionell diente dieser erste Clubabend dazu, den Mitgliedern die Möglichkeit sowohl zu Anmerkungen und Rückmeldungen zur Tätigkeit des Clubs im Vorjahr zu geben, als auch zu etwaigen Vorschlägen für das begonnene, neue Jahr.
Als Diskussionsgrundlage gab zu Beginn der Vorstandsvorsitzende Hovsep Voskanyan einen kurzen Überblick über das vergangene Jahr – die durchgeführten Veranstaltungen und Aktivitäten, sowie die Budgeterfüllung.
Danach kam es zum Austausch von Ideen für die Aktivitäten im neuen Jahr. Die Beibehaltung der monatlichen Clubabende, einer oder zwei wirtschaftsorientierten Großveranstaltungen – je nach Machbarkeit, sowie des Jahresabschlussballs als Fixpunkte des Veranstaltungskalenders wurde von allen Mitgliedern begrüßt. Es kamen einige konkrete Vorschläge zur Durchführung fachbezogener oder freizeitorientierter Veranstaltungen. Die besprochenen Vorschläge und Maßnahmen werden gemäß der Satzung unseres Clubs in die Tagesordnung der kommenden Mitgliederversammlung eingearbeitet. In der Tagesordnung findet auch der wichtige Punkt der aktuellen Anpassung der Mitgliederbeiträge, welcher am Clubabend ausführlich diskutiert wurde, seinen Platz.
Die Tagesordnung wird spätestens bis zum 15.01.2018 an alle Mitglieder zur Kenntnisnahme und Einreichung weiterer Vorschläge bis zum 24.01.2018 zugeschickt.
Der Clubabend Dezember wartete diesmal mit zwei ganz besonderen Tagesordnungspunkten auf und war äußerst informativ. Fixpunkt unseres Abends war unser Ehrengast Bernd Rosenberg, der CRO unseres Mitglieds Priorbank. Doch noch vor seinem Auftritt hatten wir die Freude gleich drei neuen Mitgliedern des Clubs die Möglichkeit zu einer kurzen Vorstellung zu geben: den Vertretern von Miory Steel, Mark Formelle und der OBK Group. Unsere neuen Mitglieder nutzten die Möglichkeit und konnten bereits erste wertvolle Einblicke in die Tätigkeit ihrer jeweiligen Unternehmen geben, die auch gleich beim anschließenden Abendempfang in weiteres Networking und Diskussionen mündeten.
Nach den Vorstellungen der neuen Mitglieder sprach Herr Rosenberg. In seiner detaillierten und unterhaltsamen Präsentation stellte er nicht nur die Entwicklung und den Status Quo der Priorbank vor, sondern gab auch einen Überblick über aktuelle Lage und Entwicklungen des gesamten Bankensektors in Belarus. Auch das Thema Digitalisierung, dass die Finanzwelt in unserer Zeit immer mehr in Atem hält, wurde angesprochen. Anschließend konnten die Mitglieder – wie gewohnt – in einer Frage- und Antwort-Runde auf die Präsentation eingehen und es entwickelten sich mehrere lebhafte Diskussionen, die im Rahmen des Abendempfangs weitergeführt wurden.
Alles in Allem erhielt der Abend so viel Zuspruch, dass wir uns für das kommende Jahr vornehmen, häufiger Mitglieder des Clubs als Experten einzuladen und somit den fachspezifischen Diskurs zwischen den Spezialisten weiter zu fördern.
Zum Clubabend November konnten wir den Botschafter der Republik Deutschland in Belarus, Herrn Peter Dettmar bei uns begrüßen. Damit setzte Botschafter Dettmar die inzwischen zur gewachsenen und geschätzten Tradition gewordene Reihe der jährlichen Besuche beim DBWC durch den Deutschen Botschafter fort; zugleich lieferte er einen prägnanten, wie detaillierten Überblick über die aktuellen Status Quo und die anstehenden Entwicklungen in den Beziehungen zwischen unseren Ländern, sei es im politischen, ökonomischen, oder im Bereich der kulturellen Zusammenarbeit.
Herr Dettmar sprach darüber hinaus auch über geplante Aktivitäten der Botschaft, insbesondere übe geplante und laufende Ausstellungen, von denen wir einige an dieser Stelle für Interessierte nochmals widergeben wollen:
– Ausstellung im Nationalen Kunstmuseum „Ernst Barlach – Käthe Kollwitz: Über die Grenzen der Existenz“
– Internationale Ausstellung „Franzysk Skaryna und seine Epoche“ mit der Präsentation eines Exemplars der Gutenberg-Bibel aus Deutschland in der Nationalbibliothek
– Die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“.
An diesem, Dank unserem Gastredner bereits besonderem, Clubabend freuten wir uns ebenso über eine besonders große Anzahl an Gästen aus Deutschland. Eine Delegation der Handwerkskammer Frankfurt/Oder unter der Leitung des Geschäftsführers Uwe Hoppe und mit zahlreichen Vertretern deutscher Unternehmen, sowie Herr Jan Löffler, Abgeordneter des Sächsischen Landtags (CDU) und sein Kollege waren zu Gast bei uns. Wir hoffen natürlich, dass die Gespräche im Anschluss an die Ansprache des Botschafters und die darauffolgende Fragerunde die Möglichkeit zum fruchtbaren Gedanken- und Meinungsaustausch geboten haben und dass wir einige der Besucher aus Deutschland in Zukunft häufiger in Belarus und auch bei uns im Club begrüßen dürfen werden.
Hört man sich nach gängigen Einschätzungen zur belarussischen Wirtschaft um, stößt man schnell auf die Aussage, dass privates Unternehmertum in Belarus schwer zu realisieren und deswegen auch im Vergleich zu vielen Nachbar- und Peer-Ländern unterrepräsentiert ist. Beim Clubabend Oktober haben wir gleich zwei Gäste bei uns begrüßen dürfen, die – auf äußerst unterschiedliche Art und Weise – das Gegenteil bereits eindrucksvoll bewiesen haben, oder es gerade zu beweisen versuchen.
Den Anfang machte Herr Sergey Riabuhin, Partner und Stellvertretenden Generaldirektor beim Private Equity Fond „Zubr Capital“, dem ersten und bis dato bekanntesten Fond dieser Art im Lande. Die Präsentation des Finanzexperten war angenehm, informativ und ehrlich. Er skizzierte die Anfänge des Fonds, als sich dieser aus der Atlant-M Holding herauskristallisierte, ging auf die ersten Jahre ein, gab hochinteressante Einblicke in die Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Nationalbank des Landes. Er ging auf die aktuelle Lage des Fonds, die Erfolge der letzten Jahre und Pläne für die kommenden ein und gab eine Einschätzung für die Tätigkeit von Fonds im Lande im Allgemeinen ab. Schließlich schloss er die Präsentation auch mit einer Vorstellung der Projekte, über die sich „Zubr Capital“ auch gesellschaftlich und karitativ engagiert. Besonders hervorzuheben ist hierbei auch die angedachte Veröffentlichung eines „Unternehmertum-Führers“ für belarussische Start-Ups, dass die geballte Erfahrung des Fond-Managements an Jungunternehmer transportieren soll.
Auf den Bison folgte dann das Eichhörnchen. Die Direktorin des gleichnamigen Kindergartens, Frau Agata Sidorovich, stellte ihr Projekt, den ersten deutschen Kindergarten in Minsk, vor. Der Kindergarten hat am ersten September dieses Jahres seinen Betrieb aufgenommen und steht nicht nur Deutschen, sondern auch auch Belarussen und Vertretern anderer Nationalitäten, die ihr Kind auch in deutscher Sprache erziehen wollen, offen. Der Kindergartenalltag wird komplett in deutscher Sprache abgehalten, womit sich Expats neben QSI nun eine deutschsprachige Alternative im Kindergartenbereich bietet.
Auf beide Präsentationen folgten Fragen aus der Mitgliederrunde und angeregte Diskussionen, die traditionsgemäß an den Tischen bei Häppchen und Wein noch lange fortgeführt wurden.